family-safari.jpg
Blog

Safari mit Kindern: Warum Afrika das beste Klassenzimmer der Welt ist – und wie man richtig plant

06. Juli 2026

⋖⋗⋖⋗⋖⋗

Es ist sieben Uhr morgens am Kafue River in Sambia. Die Luft riecht nach feuchter Erde und Holzrauch. Irgendwo im Schilf prustet ein Nilpferd. Hyänen rufen – dieses einzigartige, hallende Lachen, das man nicht vergisst. Und Felix, drei Jahre alt, sitzt aufrecht in seinem Bootssitz, die Augen weit offen, die Angelrute mit beiden kleinen Händen umklammert. Er schläft nicht. Er will nicht schlafen. Er will keinen Bildschirm. Er wartet auf seinen Fisch.

Das Boot gleitet lautlos. Unser Bootsführer hält die Stange. Nilpferde ragen träge aus dem Wasser. Am Ufer watet ein Elefant durchs Wasser, so nah, dass wir seinen Atem hören könnten. Wir haben Picknick dabei – Brot, das Felix und Flynn am Vortag mit den Camp-Mitarbeitern über dem Lagerfeuer gebacken haben. Selbstgemacht, mit Mehlspuren im Gesicht und leuchtenden Augen. Dann zieht es an der Leine. Stark. Felix springt fast auf. Der Bootsführer hält ihn. Und dann,- ein Fisch! Silbern, zappelnd, in den Händen eines Dreijährigen. Felix schaut ihn an. Schaut mich an. Schaut wieder den Fisch an. Und sagt: „Papa, der muss zurück zu seiner Familie.“ Flynn, damals sechs, verdreht die Augen. Er will den nächsten fangen.

Mein Name ist Luke Evans. Ich bin in Afrika geboren und aufgewachsen – der afrikanische Busch war mein Spielplatz. Ich habe mich mit Affen gestritten, bin vor verärgerten Nilpferden weggerannt, bin fast über schlafende Löwen gestolpert und bin das ein oder andere Mal in echt brenzligen Situationen gewesen. Auch habe ich Wildhunde bei Sonnenaufgang gesehen, unzählige Elefantenherden in der Abenddämmerung und Leoparden in Feigenbäumen. Aber dieser Morgen auf dem Kafue – mit meinen zwei Kindern, einem Fisch und dem Geräusch erwachender Wildnis – gehört zu einen den eindrücklichsten Erinnerungen, die dieser Kontinent mir je gegeben hat.

Flynn und Felix sind seit ihrem ersten Lebensjahr auf Safari. Nicht weil ich ein verrückter Vater bin, sondern weil ich weiß, was Afrika mit Kindern macht. Weil ich es selbst erlebt habe – und genau das meinen Kindern fürs Leben mitgeben möchte. Und weil ich möchte, dass möglichst viele Familien dieses Erlebnis haben: richtig geplant, ohne unnötige Ängste, mit den richtigen Camps.

Dieser Artikel beantwortet die Fragen, die ich selbst als Vater hatte – und die Fragen, die mir Eltern am häufigsten stellen, bevor sie den Schritt wagen.

⋖⋗⋖⋗⋖⋗

Ab welchem Alter ist Safari mit Kindern sinnvoll?

Die Frage, die ich am häufigsten höre. Und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an – auf das Kind, auf das Camp und auf eure Erwartungen. Die meisten Lodges nennen fünf bis sechs Jahre als untere Empfehlung für klassische Pirschfahrten, manche erlauben erst ab zwölf Jahren mitzufahren. Das liegt weniger an der Gefahr als an der Logistik: frühe Aufbrüche um halb sechs, Stunden im Fahrzeug, Stille und Geduld. Kinder unter fünf können damit manchmal überfordert sein – nicht weil sie zu jung für Afrika wären, sondern weil die klassische Pirschfahrt schlicht nicht ihr Format ist.

Aber – und das ist entscheidend – eine Safari ist viel mehr als Pirschfahrten. Genau dafür gibt es uns: Wir kennen die Orte, an denen Kinder jeden Alters glücklich werden.

 

Felix war drei auf dem Kafue. Was ihn fesselte, war nicht das seltene Tier aus zweihundert Metern Entfernung. Es war der Fisch in seinen Händen. Das Brot im Feuer. Der Elefant am Ufer. Kinder erleben Afrika mit allen Sinnen gleichzeitig. Das ist nicht weniger als das, was Erwachsene erleben – es ist anders, und oft tiefer.

 

Safari mit Kindern nach Alter: was in welchem Alter funktioniert

Unter drei Jahren:

Möglich, aber anspruchsvoll. Der Fokus liegt auf dem Erlebnis im und um das Camp, nicht auf Pirschfahrten. Wählt Camps mit eigenem Fahrzeug, Pool und strukturiertem Kinderprogramm. Malariaprävention ist in diesem Alter besonders wichtig – dazu weiter unten mehr. Südafrikas Eastern Cape oder Teile Namibias bieten malariafreie Alternativen.

 

Drei bis fünf Jahre:

Der süße Fleck für bestimmte Erlebnisse: Angeln, Brotbacken, Lagerfeuer, kurze Naturwalks, Bootsfahrten. Kinder in diesem Alter haben eine Präsenz und Offenheit, die ältere Kinder und Erwachsene oft verloren haben. Sie stellen die besten Fragen. Guides lieben sie – und Afrika ist unglaublich kinderfreundlich.

Fünf bis zwölf Jahre:

Das klassisch ideale Alter. Kinder können Pirschfahrten genießen, sind neugierig auf Tierverhalten, Fährtensuche und Buschkunde. Erfahrene Guides berichten, dass Kinder in diesem Alter oft die besseren Beobachter sind, weil sie nicht auf die Big Five fixiert sind. Ein Mistkäfer macht ihnen genauso viel Freude wie ein Löwe. Manchmal mehr.

Teenager:

Die größte Herausforderung – und die größte Chance. Teenager brauchen keine Sightseeing-Safari. Sie brauchen echte Erfahrungen, Eigenverantwortung, körperliche Aktivität, echte Begegnungen mit Menschen und Natur. Walking Safaris. Klettern. Community-Besuche. Fly-Camping. Gebt ihnen das, und Afrika wird sie verändern. Versucht, sie mit einer klassischen Lodge zu überzeugen, und ihr verliert sie nach dem zweiten Sundowner.

 

Ist Safari mit Kindern sicher? Die ehrliche Antwort

 

Die kurze Antwort: Ja – bei richtiger Planung und mit erfahrenen Guides.

 

Warum das Fahrzeug schützt:

Im offenen Safarifahrzeug seid ihr deutlich sicherer, als es von außen wirkt – und es lohnt sich zu verstehen, warum. Raubtiere wie Löwen und Leoparden nehmen ein langsam rollendes Fahrzeug nicht als „Auto voller Menschen“ wahr, sondern als eine einzige große, unbekannte Silhouette. Diese Form ist viel zu groß und passt in kein Beuteschema – ein Löwe jagt Zebras, Gnus und Antilopen, keine fünf Meter langen Gebilde. Der Motor- und Abgasgeruch überdeckt zudem den menschlichen Geruch. Solange alle sitzen bleiben und niemand aufspringt oder sich weit hinauslehnt, bleibt diese geschlossene Silhouette erhalten – und das Tier bleibt gelassen. Genau deshalb ist das Stillsitzen kein nebensächlicher Tipp, sondern der eigentliche Sicherheitsmechanismus. Sobald ein Mensch aufsteht oder das Fahrzeug verlässt, bricht die Form auf, und das Tier erkennt plötzlich eine einzelne, verwundbare Gestalt. Aus genau diesem Grund darf man Pirschfahrtzeuge nur an festgelegten, sicheren Stellen verlassen.

Für Familien heißt das konkret: Sprecht mit euren Kindern vorab über das Verhalten auf Pirschfahrten. Ruhig sitzen bleiben. Nicht aufspringen. Leise sprechen. Immer den Guide fragen, bevor man etwas tut. Kinder, die das verstanden haben, sind auf Pirschfahrten völlig unproblematisch. Und weil sehr kleine Kinder das noch nicht zuverlässig können, verlangen viele Camps für sie ein privates Fahrzeug oder bieten gezielt kindgerechte Aktivitäten abseits der klassischen Pirsch an. Ein guter Guide entscheidet ohnehin in jeder Situation neu, wie nah man an ein Tier heranfährt – bei Familien mit kleinen Kindern oft bewusst zurückhaltender.

Auch im Camp gilt: Aufsicht!

Viele der besten Familiencamps sind umzäunt oder haben gesicherte Bereiche. Trotzdem gilt: Kleine Kinder im Camp nie unbeaufsichtigt lassen. Wildtiere wie Affen, Schlangen oder Insekten können auch im Camp auftauchen, und Kinder können in solchen Situationen nicht richtig reagieren. Achtet außerdem auf offene Pools. Gute Camps briefen euch zu Beginn ausführlich zu allen Sicherheitsregeln.

Malaria – die wichtigste Gesundheitsfrage:

Das ist das Thema, das Eltern am meisten beschäftigt. Und zu Recht – Malaria sollte man weder kleinreden noch übertreiben.

  • Die wichtigsten Fakten: Lassen Sie sich  unbedingt vor der Reise von einem Tropenmediziner individuell beraten. Kinder unter fünf Jahren sind am stärksten gefährdet, weil ein schwerer Verlauf in dieser Altersgruppe lebensbedrohlich sein kann. Ältere Kinder und Erwachsene haben in der Regel mildere Verläufe. Für alle Altersgruppen gibt es passende Kinderdosierungen von Malariamitteln.
  • Neben der Medikation gilt: imprägnierte Moskitonetze, langärmelige Kleidung in der Dämmerung und am Abend, konsequent DEET-haltiges Repellent.
  • Malariafreie Alternativen: Wer mit sehr kleinen Kindern oder besonders besorgt reist, sollte malariaarme Regionen prüfen. In Kenia liegt Laikipia – wo El Karama und Tumaren Camp liegen – auf über 1.700 Metern Höhe, mit deutlich geringerem Risiko als in den Tieflagen. In Südafrika sind große Teile des Eastern Cape, das Madikwe Game Reserve und die Region ums Kapland vollständig malariafrei, Namibia weitgehend. Diese Regionen sind keine Kompromisse, sondern exzellente Safari-Destinationen.

Flüge und Transfers:

Kleine Buschflugzeuge sind oft Teil der Safari-Realität. Kinder sind überraschend robust – für viele ist der Buschflug im „coolen“ Kleinflugzeug sogar das Highlight. Aber plant realistische Etappen. Lange Transfers mit kleinen Kindern in der Hitze sind kräftezehrend. Lieber eine Nacht mehr einplanen als zu viel auf einmal.

 

Kaingu Lodge, Kafue Nationalpark – Familiensafari in Sambia, wo meine Söhne Afrika verstanden haben

Wenn ich Familien mit jüngeren Kindern nach Sambia schicke, nenne ich meistens einen Namen zuerst: Kaingu Lodge im Kafue Nationalpark.

Kaingu ist kein typisches Luxus-Camp. Es ist kein Ort, an dem man Kinder duldet – es ist ein Ort, an dem Kinder willkommen sind, weil das Team wirklich versteht, was ein Kind braucht, um sich wohlzufühlen.

Der Kafue Nationalpark ist Sambias größtes Schutzgebiet – über 22.000 Quadratkilometer Wildnis, weit weniger besucht als das Luangwa-Tal, mit einer Tierwelt, die sich noch nicht an Menschenmassen gewöhnt hat. Der Kafue River ist das Herz des Parks und einer der besten Flüsse Afrikas für Familienausflüge auf dem Boot.

Das Brotbacken: An einem Nachmittag in Kaingu nahmen uns die Camp-Mitarbeiter mit in den Busch. Jeder bekam einen langen Stock. Teig aus der Lagerküche. Ein Feuer, das die Mitarbeiter mit drei Handbewegungen entfachten. Rundherum Busch, Zikaden, das ferne Grunzen von Nilpferden. Die Jungs formten ihren Teig um die Stockspitze – ungleichmäßig, zu dick an einer Stelle, zu dünn an der anderen – und backten Brot. Echtes Brot. Im Feuer, in der Abenddämmerung, in Afrika. Die Fotos zeigen Mehlspuren in den Gesichtern und ein Glück, das man nicht kaufen kann.

Safari-Planer: Kaingu Lodge

  • Lage: Kafue Nationalpark, Westsambia
  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober (Trockenzeit) -> hier zur beste Reisezeit Sambia Seite
  • Empfohlenes Mindestalter: ab drei Jahren mit Familie
  • Malaria: Prophylaxe empfohlen
  • Highlights für Kinder: Angeln auf dem Kafue River, Brotbacken im Busch, Bootsausflüge, Lagerfeuer, Wildtierbeobachtung vom Boot

Kenia für Familien: zwei Camps, zwei Welten

Kenia ist für viele deutschsprachige Familien die erste Safari-Destination – und das aus gutem Grund. Gute Flugverbindungen, starke Infrastruktur, außergewöhnliche Artenvielfalt. Aber Kenya ist nicht gleich Kenya. Die Wahl des Camps entscheidet alles.

Kenia für Familien: zwei Camps, zwei Welten

 

Kenia ist für viele deutschsprachige Familien die erste Safari-Destination – und das aus gutem Grund: gute Flugverbindungen, starke Infrastruktur, außergewöhnliche Artenvielfalt. Aber Kenia ist nicht gleich Kenia. Die Wahl des Camps entscheidet alles.

El Karama Lodge, Laikipia – für Familien mit jüngeren Kindern

Laikipia ist das Gegenteil der Masai Mara: kein Massentourismus, keine Fahrzeugschlangen um einen Geparden. Stattdessen privates Buschland auf über 1.700 Metern Höhe, mit einer Tierwelt, die man fast für sich allein hat.

El Karama ist eines der familienfreundlichsten Camps in ganz Kenia. Die Guides nehmen sich Zeit für Kinder. Sie erklären nicht nur, was ein Tier ist – sie zeigen, wie man liest, was die Natur erzählt. Eine Fährte im roten Sand. Die Richtung, aus der ein Elefant kam. Warum Hyänenkot weiß ist. Das ist echter Unterricht, und Kinder sind dafür empfänglicher als jeder Erwachsene.

Ein wichtiges praktisches Detail: Die Höhenlage von Laikipia bedeutet ein deutlich geringeres Malariarisiko als in den kenianischen Tieflagen. Für Familien mit sehr kleinen Kindern oder besonders vorsichtige Eltern ist das ein ernsthaftes Argument.

Safari-Planer: El Karama Lodge

  • Lage: Laikipia-Plateau, Zentralkenia, ca. 1.700-1.800 m Höhe
  • Beste Reisezeit: ganzjährig, beste Wildtierbeobachtung Juni bis Oktober
  • Empfohlenes Mindestalter: Familien mit Kindern jeden Alters willkommen
  • Malaria: geringes Risiko durch Höhenlage, Prophylaxe individuell abwägen
  • Highlights für Kinder: Bush School, Naturwalks mit Rangern, Ponyreiten, Angeln, Vogelbeobachtung
Retikulierte Giraffe auf der Tumaren-Ranch im Norden Kenias

Tumaren Camp, Laikipia – für Familien mit älteren Kindern, Teenagern und Großeltern

 

Tumaren liegt in der Laikipia-Region Nordkenias. Das Camp wird von der lokalen Samburu-Community mitbetrieben. Hier gehen Gäste nicht einfach auf Pirschfahrt und schauen auf Tiere. Sie wandern mit Samburu-Kriegern durch Buschland, das diese Menschen seit Generationen lesen. Sie lernen, was ein abgeknickter Zweig verrät. Sie klettern auf Felsen mit dramatischem Ausblick. Sie campen unter einem Himmel, den man in Europa vergessen hat. Und sie begegnen echten Menschen mit echter Lebensweise – keiner inszenierten Kulturshow.

Gerade für Teenager, ist das transformativ. Tumaren fordert sie körperlich und intellektuell.

 

Safari-Planer: Tumaren Camp

    • Lage: Laikipia, Nordkenia
    • Beste Reisezeit: Juni bis Oktober, Januar bis Februar
    • Empfohlenes Mindestalter: ab zehn Jahren, ideal für Teenager
    • Malaria: Prophylaxe empfohlen
    • Highlights: Walking Safaris mit Samburu-Rangern, Klettertouren, Fly-Camping, Camel Trekking, Community-Besuche

Praktische Tipps – was wirklich einen Unterschied macht

 

Eigenes Fahrzeug buchen: Mit kleinen Kindern ist ein privates Fahrzeug keine Extravaganz, sondern die einzig vernünftige Option. Ihr bestimmt, wann ihr losfahrt, wann ihr pausiert, wann ihr zurückfahrt. Kein Kind muss still sitzen, weil andere Gäste ein scheues Tier beobachten. Das verändert die gesamte Dynamik.

Kürzere Pirschfahrten: Zwei intensive Stunden sind für Kinder wertvoller als fünf passive. Mehr Stopps. Mehr Zeit am Wasserloch warten, statt weiterzufahren.

Exclusive-Use-Unterkünfte: Wer möchte, dass seine Kinder vollkommen frei sein können – laut, neugierig, rennend, spielend, ohne Rücksicht auf andere Gäste -, sollte eine Lodge oder ein privates Haus zur Alleinnutzung prüfen. Sambia, vor allem das Luangwa-Tal, hat einige der besten Optionen dafür.

Malariaschutz konsequent umsetzen: Tropenmediziner vor der Reise. Moskitonetze. Langärmelige Kleidung ab der Dämmerung. DEET-Repellent. Keine Kompromisse.

Rhythmus anpassen: Kinder brauchen Mittags-Downtime. Ausgeruhte Kinder genießen den Nachmittag. Erschöpfte Kinder quälen sich und euch durch ihn.

Alter und Camp zusammendenken: Nicht jedes Camp passt zu jedem Alter. Ein exzellentes Erwachsenen-Camp kann für eine Familie mit Fünfjährigen eine Katastrophe sein. Fragt uns – wir kennen die Unterschiede.

Häufige Fragen zur Safari mit Kindern – ehrliche Antworten

Ab welchem Alter ist eine Safari mit Kindern möglich?

  • Es gibt keine feste Altersgrenze. Viele Camps nehmen Kinder jeden Alters auf, andere setzen ein Mindestalter von fünf, sechs oder zwölf Jahren voraus. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Alter, Temperament Ihres Kindes und der Wahl des Camps. Für Kinder unter fünf empfehlen wir ein Camp mit aktivem Kinderprogramm und privatem Fahrzeug – dann gelingt eine Safari in nahezu jedem Alter.

Was tun, wenn mein Kind auf der Pirschfahrt quengelt oder sich langweilt?

  • Das kommt vor, besonders bei Kindern unter fünf Jahren. Die Lösung liegt in kürzeren Fahrten, einem eigenen Fahrzeug und Camps mit Aktivitäten abseits der Pirsch – Angeln, Brotbacken, geführte Naturwalks, Schwimmen. Eine Safari ist weit mehr als die Pirschfahrt, und für Kinder ist oft gerade das Drumherum das Schönste.

Ist eine Safari mit Kindern trotz Malaria verantwortbar?

  • Malaria ist ernst zu nehmen, besonders bei Kindern unter fünf Jahren. Das bedeutet jedoch nicht, dass man auf eine Reise verzichten muss – sondern dass man sich gut vorbereiten sollte. Konsultieren Sie einen Tropenmediziner, halten Sie die Prophylaxe konsequent ein, nutzen Sie imprägnierte Netze und Schutzkleidung. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, wählt eine malariaarme Region.

Gibt es malariafreie oder malariaarme Safari-Gebiete für Familien?

  • Ja. Wenn man das Malariarisiko für die Familie so gering wie möglich halten möchten, bieten sich Regionen wie Laikipia in Kenia oder das Eastern Cape in Südafrika an. Auch in Teilen Namibias und Südafrikas finden sich Gebiete mit sehr geringem oder keinem Risiko. Wir beraten gerne, welche malariaarmen Regionen sich mit dem Reisewunsch und dem Alter der Kinder verbinden lassen.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Familiensafari?

  • Für Familien empfiehlt sich häufig die Trockenzeit: Die Tiere sammeln sich an den Wasserstellen, die Sichtungen sind einfacher und das Mückenaufkommen ist geringer. Die genaue Reisezeit hängt jedoch stark von der Destination ab – und oft auch von den Schulferien. Gerne stimmen wir die passende Reisezeit gemeinsam auf die Familie ab.

Was, wenn ich selbst keine Safari-Erfahrung habe?

  • Umso besser. Kinder spüren echtes Staunen. Wenn man zum ersten Mal eine Elefantenherde aus nächster Nähe erlebt, werden Kinder das spüren und es wird sie mehr begeistern als jede Erklärung. Man muss kein Experte sein. Dafür sind wir da:)

Welche Destination empfehlen Sie für die erste Familiensafari?

  • Afrika ist riesig, und für Familien mit jüngeren Kindern gibt es unzählige Möglichkeiten – von Kenia und Tansania über Namibia, Südafrika bis Sambia und Botswana. Jede Familie ist anders. Deshalb empfehlen wir ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem wir genau herausfinden, was Ihnen wichtig ist und wer mitreist – und geben darauf aufbauend unsere erste Empfehlung ab.

Was kostet eine Safari mit Kindern in Afrika?

  • Eine Safari nach Afrika ist keine Budgetreise – das sollten wir ehrlich sagen. Die Kosten hängen stark von Destination, Reisezeit, Anzahl der Nächte und Wahl der Camps ab, eine pauschale Zahl wäre irreführend. Was viele Familien jedoch überrascht: Im Vergleich zu anderen Fernreisen ist eine Safari oft transparenter und am Ende besser kalkulierbar. Die meisten Camps arbeiten nach dem All-inclusive-Prinzip. Unterkunft, alle Mahlzeiten, Getränke, Pirschfahrten, Bootsausflüge und interne Transfers sind im Preis enthalten. Es gibt kein Abendessen im Restaurant, keine Eintrittsgelder, keinen Taxistand vor dem Hotel. Das Geld, das sich auf anderen Reisen unmerklich ansammelt, entfällt. Was auf dem Papier hoch wirkt, ist am Ende oft ein ehrlicherer Preis als der Urlaub, der günstig begann und teuer endete. Wir beraten Sie gerne individuell – zu Destinationen, Camps und Möglichkeiten in verschiedenen Budgetrahmen.

Sind wilde Tiere im Camp eine Gefahr für Kinder?

  • Familiengerechte Camps sind auf Kinder eingerichtet und arbeiten mit klaren Sicherheitsregeln. Erfahrene Guides begleiten Sie, viele Camps bieten eingezäunte Bereiche oder eine Rundum-Betreuung, und die Abläufe sind so gestaltet, dass Kinder sicher am Safarialltag teilnehmen. Wichtig ist die Wahl des richtigen Camps und genau dabei unterstützen wir.

Wie lange sollte eine Safari mit Kindern dauern?

  • Für Familien mit jüngeren Kindern empfehlen wir, die Safari-Tage mit ruhigeren Abschnitten zu kombinieren – etwa ein paar Tage am Meer oder an einem See im Anschluss. Drei bis vier Nächte pro Camp sind ein guter Richtwert, damit Ankommen und Erleben nicht in Hektik umschlagen. Die ideale Länge stimmen wir gemeinsam ab.

 

 

Erzählen Sie uns von ihrer Traumreise.

Ihre Weg nach Afrika beginnt hier!

Fazit: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Jetzt. Nicht, wenn sie älter sind. Nicht, wenn sie „mehr davon haben“. Jetzt.

 

Felix erinnert sich nicht an jeden Moment am Kafue. Aber er spricht noch heute davon. Er fragt mich alle paar Wochen, wann wir wieder nach Afrika fahren. Und als wir vor einiger Zeit vor einem Löwen hinter Glas standen, sagte er leise: „Der sieht traurig aus.“ Flynn will auch zurück – diesmal mit einem größeren Haken. Afrika verändert Kinder. Nicht dramatisch, nicht sofort. Aber es legt sich ab, wie Sediment. Es wird Teil davon, wer sie sind. Und das, finde ich, ist der beste Grund zu reisen, den es gibt.

 

Wenn Sie Fragen haben – zu Camps, Destinationen, Alter, Malaria oder Budget – melden Sie sich. Erzählen Sie uns von Ihrer Traumreise.

Ihr Weg nach Afrika beginnt hier.

Luke Evans ist Inhaber und Geschäfstführer von Pinto Africa, einem österreichischen Spezialreiseveranstalter für individuelle Safaris in Afrika. Er ist ist Sambia geboren und aufgewachsen und reist seit seiner Kindheit durch den Kontinent – und seit der Geburt seiner Söhne Flynn und Felix, auch als Vater. Für persönliche Beratung: info@pintoafrica.com

Erzählen Sie uns von ihrer Traumreise.

Ihre Weg nach Afrika beginnt hier!

Afrika Blog

Sambia, Lower Zambezi Nationalpark. Pirschfahrt mit Elefanten
Fotosafari in Afrika zwischen Staub, Licht & Stille
2022-great-plains-sitatunga03
Safari in der Regenzeit: Lohnt es sich?
Warum wir eine Safari in der "Grünen Saison" so gerne mögen
Mark Williams
Safari Outfit Tipps: Die perfekte Kleidung für deine Safari